Ausbildungsmodule

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Ob Spezialisten oder Generalisten, ob Fachleute
oder Laien: Alle Akteure der beruflichen Vorsorge
benötigen angemessene und verlässliche Kenntnisse,
um ihr Amt und ihre Verantwortung wahrzunehmen.

In 2017 wird keine Ausbildungsmodule in der beruflichen Vorsorge erteilt. Nächstes Termin: Frühling 2018.

Unsere Schulungsmodule entsprechen diesen Erwartungen und richten sich in erster Linie an Mitglieder der Stiftungsräte von Vorsorgeeinrichtungen sowie an Fachpersonen, die Pensionskassen verwalten. Die Kurseinheiten werden von anerkannten Spezialisten der 2. Säule gegeben und sind auf mehrere Module verteilt.

4 Module in der Deutschschweiz

Auch in der Deutschschweiz bieten wir 4 Ausbildungsmodule an. Jedes Modul dauert einen Tag. Für Module in der Westschweiz ändern Sie bitte die Sprache dieser Seite auf Französich. Bei besonderen Bedürfnissen können Sie uns auch mit der Organisation und Durchführung von massgeschneiderten Kursen beauftragen. 

Modul 1a – Vorsorge und Recht: Einleitung
Modul 2a – Funktionsweise einer Vorsorgeeinrichtung: Einleitung
Modul 2b – Funktionsweise einer Vorsorgeeinrichtung: Vertiefung
Modul 2c – Versicherungsmathematik: Einleitung

In 2017 wird keine Ausbildungsmodule in der beruflichen Vorsorge erteilt. Nächstes Termin: Frühling 2018.

Modul 1a – Vorsorge une Recht: Einleitung

Ziele des Tages

  • Erörterung der Grundsätze des BVG
  • Den Teilnehmern die juristischen Grundbegriffe näherbringen
  • Beschreibung der verschiedenen Reglemente und Aufzeigen ihrer Zweckmässigkeit
  • Erörterung der Organisation und der Rolle der Aufsicht
  • Sensibilisierung der Teilnehmer auf die Herausforderungen der paritätischen Verwaltung

Programm

08h30

Empfang, Präsentation des Seminars und des Tages

08h30 – 12h00

Grundbegriffe

Obligatorische und weitergehende Vorsorge • Obligatorische Versicherung der Angestellten • Pflichten des Arbeitgebers • Versicherte Leistungen • Art der Vorsorgeeinrichtungen • Finanzierung der Vorsorgeeinrichtung

Gesetzlicher Rahmen

Bundesverfassung und das 3-Säulen-Prinzip • Ziel und Anwendungsbereich des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) • Präsentation der Verordnung über die berufliche Vorsorge (BVV2) • Weitere Ausführungsbestimmungen • Vorteile und Schwächen des aktuellen gesetzlichen Rahmens • laufende Reformen

Statuten und Reglemente

Statuten • Vorsorgereglement • Reglement für die Wohneigentumsförderung

12h00 – 13h45

Mittagspause

13h45 – 17h00

Andere Reglemente

Teilliquidationsreglement • Rückstellungsreglement • Anlagereglement

Rolle und Organisation der Aufsicht

Organisation der Aufsicht (kantonale Aufsicht und Oberaufsicht) • Aufgaben der Aufsichtsbehörde • Mittel und Grenzen der Aufsicht • Modalität der Kontrolle • Verhältnis zum zugelassenen Experten und zur Revisionsstelle • mögliche Zwangsmassnahmen

Herausforderungen der paritätischen Verwaltung

Definition und Ziel der paritätischen Verwaltung • Kompetenzen des paritätischen Organs • Funktionsweise • Paritätische Verwaltung bei Sammelstiftungen • Rechte und Pflichten des paritätischen Organs • Verantwortlichkeiten • Praktische Herausforderungen

Modul 2a – Funktionsweise einer Vorsorgeeinrichtung: Einleitung

Ziele des Tages

  • Vorschläge für die Umsetzung der beruflichen Vorsorge
  • Sensibilisierung der Teilnehmer im Hinblick auf die sozialen, demografischen und politischen Fragestellungen
  • Einführung in die versicherungstechnischen Begriffe
  • Rolle des Experten und der verschiedenen Organe einer Vorsorgeeinrichtung
  • Verantwortlichkeit der Mitglieder des Stiftungsrates
  • Versicherungstechnisches Gutachten – Corporate Governance

Programm

08h30

Empfang, Präsentation des Seminars und des Tages

08h30 – 12h00

Organisation der Vorsorgewelt

Allgemeine Informationen zur Organisation einer Vorsorgeeinrichtung • Wahlmöglichkeiten des Unternehmens • Verschiedene mögliche Lösungen • Auswahlkriterien • Kosten der verschiedenen Lösungen

Rolle der verschiedenen Akteure

Darstellung der Aufgaben und Verantwortung der Akteure im öffentlich-rechtlichen Bereich (Regulator, Aufsicht, Sicherheitsfonds) und im privat-rechtlichen Bereich (Stifter / Paritätische Verwaltung / Management / Kontrolle (PK-Experte und Revisor))

Zukünftige Themen und Herausforderungen der beruflichen Vorsorge

BVG-Minimalzinssatz • Umwandlungssatz • Demografische Entwicklung • Anpassung der laufenden Renten • Erwartete zukünftige Rendite • Aktuelle Trends in der Entwicklung der beruflichen Vorsorge • Glaubwürdigkeit der 2. Säule

12h00 – 13h45

Mittagspause

13h45 – 17h00

Versicherungstechnische Begriffe

Grundbegriffe • Technischer Zinssatz • BVG-Minimalzinssatz • Deckungskapitalien • Austrittsleistungen • Deckungsgrad • Versicherungstechnische Tafeln • Demografisches Verhältnis • Geschlossene vs. offene Kasse • Artikel 44 BVV2

Corporate Governance

Integrität und Loyalität der Verantwortlichen • Vermeidung von Interessenkonflikten • Rechtsgeschäfte mit Nahestehenden • Verbot von Eigengeschäften • Abgabe von Vermögensvorteilen • Offenlegungspflicht • Organisation

Das versicherungstechnische Gutachten und die Rolle des BVG-Experten

Grundsätze der Kammer der Pensionskassen-Experten • Rolle des BVG-Experten • Gesetzliche Anforderungen • Freiheit des Experten bei der Erstellung des periodischen versicherungstechnischen Gutachtens • Ziel und Inhalt des Gutachten

Modul 2b – Funktionsweise einer Vorsorgeeinrichtung: Vertiefung

Ziele des Tages

  • Die Teilnehmer werden für die Herausforderungen der technischen Verwaltung einer Pensionskasse und die Wichtigkeit der Kommunikation mit den Versicherten sensibilisiert
  • Finanzierung und Vorsorgepläne
  • Beurteilung der Anlagestrategie durch Analyse der Aktiven und Passiven (ALMStudie)
  • Unterschiedliche Formen der Rückversicherung

Programm

08h30

Empfang, Präsentation des Seminars und des Tages

08h30 – 12h00

Verantwortung des Stiftungsrates

Risiken für das Verwaltungsorgan • unabdingbare Aufgaben des Stiftungsrates • Delegation • Verantwortlichkeit (Art. 52 BVG) • Rechte des Sicherheitsfonds (Art. 56a BVG) • Verantwortlichkeit der Revisionsstelle (Art. 52 und 53 BVG) • Verantwortung der anderen Akteure

Rückversicherung

Abgedeckte Risiken in der 2. Säule • Eigenschaften und Variabilität der Risiken • Risikosumme im Invaliditäts- und Todesfall • Berechnung der theoretischen Risikokosten und Vergleich mit den effektiven Kosten • Verteilungsfunktion der Kosten eines Schadenfalls und der jährlichen Kosten der Schadenfälle • Methoden zur Behandlung der Variabilität der Risiken • Rückversicherungsverfahren • Risikoschwankungsreserve

Finanzierung und Vorsorgepläne

Differenz zwischen Kapitaldeckungs- und Umlageverfahren • BVG Minimalplan • Klassifizierung der Primate (Leistungs-, Beitrags- und Bi-Primat) • Eigenschaften und Vorteile der Primate • Herausforderungen bei jedem Primat (individuelle oder kollektive Finanzierung) • Primatwechsel

12h00 – 13h45

Mittagspause

13h45 – 17h00

Rechnungslegungsnorm Swiss GAAP FER 26

Präsentation der Norm • Begriff des Marktwertes • Vorstellung der Konten • Inhalt des Anhangs • Bewertung der Aktiven und Passiven • Auswirkungen für Vorsorgeeinrichtungen • Elemente des Finanzreportings

ALM-Studie

Vergleichsanalyse der Aktiven und Passiven • Risikoaversion • Hypothesen für die Entwicklung der Passiven • Hypothesen für die Anlagekategorien • Effizienzgrenze • Wahrscheinlichkeit eines Ruins • Vorschlag zur strategischen Allokation

Information der Versicherten

Herausforderungen • Kommunikationsmassnahmen • Umsetzung • Kommunikations-konzept • Massnahmenplanung

Modul 2c – Versicherungsmathematik: Einleitung

Ziele des Tages

  • Erlaubt den Teilnehmern die Rolle der Aktuare und die versicherungstechnische Studie vollständig zu verstehen
  • Näherbringen der Bilanzierungsnormen und der dynamischen Analyse des finanziellen Gleichgewichts
  • Verstehen der Berechnungsmethoden zur Bestimmung von Vorsorgekapitalien, technischen Rückstellungen und Wertschwankungsreserve

Programm

08h30

Empfang, Präsentation des Seminars und des Tages

08h30 – 12h00

Technische Grundlagen

Technische Grundlagen • Technischer Zinssatz, seine Eigenschaften und seine Rolle • Versicherungstechnische Tafeln und ihr Inhalt • In der 2. Säule verwendete versicherungstechnische Tafeln • Vergleich der Lebenserwartung und der Barwerte • Perioden- und Generationentafeln

Bewertungsmethode der Vorsorgekapitalien, technische Bilanz und Expertenbestätigung

Vorsorgekapitalien im Bereich der aktiven Versicherten • Vorsorgekapitalien im Bereich der Rentenbezüger • Präsentation einer technischen Bilanz • Inhalt der Expertenbestätigung

Technische Rückstellungen und Wertschwankungsreserve

Begriffe der Rückstellungen und Reserven bei der Rechnungslegungsnorm FER 26 • Bestimmung der benötigten technischen Rückstellungen und ihrer Höhe – Liste der verschiedenen denkbaren technischen Rückstellungen • Funktionsweise der Wertschwankungsreserve

12h00 – 13h45

Mittagspause

13h45 – 17h00

Dynamische Analyse des finanziellen Gleichgewichts einer Vorsorge-einrichtung

Grenzen des traditionellen statischen Ansatzes • Vorstellung der projektiven Methode – Vorteile der dynamischen Methode • Sensibilität der verschiedenen Parameter

Analyse der technischen Verlust- und Gewinnquellen

Nützlichkeit einer Gewinn- und Verlustanalyse • Bestandteile eines technischen Überschusses • Beispiel einer Gewinn- und Verlustanalyse • Interpretation der Resultate • Auswirkungen auf die Vorsorgeeinrichtung

Vorsorgeverpflichtungen für das Unternehmen: IAS 19

Präsentation des Standards IFRS • Präsentation der Norm IAS 19 • Präsentation der empfohlenen Berechnungsmethode • Unterschiede zur klassischen versicherungstechnischen Bewertungsmethode • Bestimmung der bisherigen Beitragsdauer • Berechnung des DBO und der Service cost • Beispiel einer Darstellung der Ergebnisse